Sozialprojekt der Kleinbottwarer LandFrauen – „Mützen stricken für Neugeborene im Bietigheimer Krankenhaus“
Im Herbst 2025 haben Renate Mäule und ich die Idee gehabt, wir könnten uns doch mal ein
Sozialprojekt, das mit Stricken zu tun hat, überlegen. Schnell war die Idee geboren, was
es sein sollte: „Mützen stricken für Neugeborene“. Renate setzte sich sogleich hin und
strickte ein paar Musterstücke in verschiedenen Farben und in unterschiedlichen Größen.
Anfang 2026 habe ich versucht, eine Gruppe von Strickerinnen zu finden. Zuerst
fragte ich natürlich bei unseren Kleinbottwarer LandFrauen an. Schnell waren aber auch
Nicht-LandFrauen dabei und wollten uns unterstützen. Innerhalb kurzer Zeit war die Gruppe
von 25 Strickerinnen gefunden, die uns kräftig unterstützen wollen.
Ich habe mich mit dem Bietigheimer Krankenhaus mit der Neugeborerenstation in
Verbindung gesetzt und wir haben uns am 31. Januar 2026 zum ersten Mal getroffen.
Frau Lienig und ihre Kolleginnen waren uns auf Anhieb sympathisch und wir haben alles
Wichtige besprochen. Die Hebammen waren von unserem Vorschlag, sie mit Mützchen zu
beschenken, sehr angetan. Sie können diese Bondingmützen sehr gut gebrauchen.
Bondingmützen werden dem Neugeborenen noch im Kreissaal aufgesetzt, wenn sie bei der
Mama auf dem Bauch liegen. Das ist doch eine tolle Sache, das machen wir doch gern. Die
mitgebrachten Muster von Renate waren genau richtig. Die Form der Mützchen passten, sie
sollten dem Neugeborenen nicht vom Kopf rutschen. Die Wolle war genau die Richtig, denn
sie darf weder kratzen noch fusseln und waschbar sein.
Nach diesen Angaben haben wir Anfang Februar gute Wolle besorgt. Welche Farben sind
gerade im Trend, was würde den Mamas so gefallen? Das ging uns beiden durch die Köpfe.
Wir haben uns für viele unterschiedliche Farben entschieden, die sich prima miteinander
kombinieren ließen. So können die Strickerinnen entscheiden, ob sie die Mützchen uni oder
zweifarbig mit kleinen Mustern stricken möchten.
Am 09.02.2026 haben wir offiziell unser Projekt gestartet. Wir haben uns mit dem großen Teil
der Strickerinnen im Gemeindehaus Pfarrscheuer in Kleinbottwar zu Kennenlernen getroffen.
Renate Mäule hat alles Wichtige in einer Anleitung zusammengefasst. So kann man prima
auch von zuhause aus stricken. Renate zeigte aber auch die Technik und erklärte, wie man
es mit dem richtigen Anschlag macht. Die Damen haben sich dann alle an diesem
Nachmittag versucht nach diesen Vorgaben zu stricken.
Die Damen dürfen so stricken, wie sie Zeit und Lust haben. Ein Herzensprojekt kann man
nur mit Geduld und mit genügend Zeit machen. Es darf niemals ein Druck entstehen. Wir
haben deshalb eine große Gruppe, um all Paar Wochen wieder den nächsten Schwung an
Mützchen im Krankenhaus abliefern zu können. Das Stricken ist aber auch eine absolute
Leidenschaft und man kann dabei sehr viel Phantasie walten lassen. Wir sind sehr dankbar,
so viele fleißige Strickerinnen zu haben.
Bis wir die ersten 100 Mützen zusammen hatten, dauerte es nicht lange. Jede Strickerin
sollte in ihrem Tempo stricken und es gibt hier nur eine Vorgabe: mache es schön und mit
viel Freude. So viele Strickenrinnen es sind, so unterschiedlich wird gestrickt. Die Kunst für
Renate war es, aber trotzdem die Mützen gleich aussehen zu lassen. Eine große Heraus-
forderung, die mit Bravour umgesetzt wurde.
Dann kam der 27.03.2026 und Renate und ich machten uns auf den Weg ins Bietigheimer
Krankenhaus. Wir konnten die ersten 100 Mützen voller Stolz Frau Lienig und ihrem Team
übergeben. Selbstverständlich wurde dieser besondere Augenblick mit einem schönen Foto
festgehalten. Und sogar ein kleines Mädchen durfte das erste Mützchen aufgesetzt
bekommen und mit aufs Bild. Die Mama von Maria Gabriella meinte, sie fühle sich geehrt,
das erste Mützchen aussuchen zu durfen. Bei der großen Auswahl an hübschen Mützen ist
ihr die Entscheidung sehr schwer gefallen, denn die Mützchen sind jedes ein Unikat und
etwas ganz Besonderes. Was für ein tolles Lob für uns.
Kinder sind doch unser größtes Geschenk und wenn wir so ein kleines Wesen mit diesem
Mützchen die ersten Lebenstage begleiten können, das ist doch wirklich eine Herzenssache.
Ein tolles Sozialprojekt der Kleinbottwarer LandFrauen haben wir hier ins Leben gerufen.
Dieses Projekt wird auch weiterhin bestehen bleiben und die Strickerinnen machen fleißig
weiter mit ihren Werken.
Stricken Sie auch gerne, dann können Sie sich jeder Zeit bei den Kleinbottwarer LandFrauen
unter info-landfrauen-kleinbottwar@gmx.de melden und zur Strickgruppe dazustoßen. Ich
möchte mich ganz herzlich an dieser Stelle bei allen Strickerinnen für ihre Unterstützung
bedanken, denn ohne Euch wäre das Ganze nicht zustande gekommen. Und ein ganz
besonderer Dank gehört Renate Mäule, die dieses tolle Sozialprojekt weiterhin mit viel Liebe
und Leidenschaft weiterführt.
Es ist schön, etwas Gutes zurückgeben zu können.
Herzliche Grüße
Renate Mäule und Erika Förnbacher
14.04.2026
